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AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM HAMBURG
Klinik für Handchirurgie

Chefarzt
Dr. med. Paul Preisser

Hohe Weide 17
20259 Hamburg

(040) 790 20 - 24 00 / 24 01

(040) 790 20 - 24 09

Sekretariat

Höchste Präzision bis ins kleinste Detail

Mit den Händen stellen wir den Kontakt zu unserer Umwelt her. Lernen wir eine Person kennen schauen wir auf ihre Hände. Es gibt nur wenige Dinge, bei denen wir auf eine gesunde und funktionierende Hand verzichten können.

Wir haben es uns zur Zielsetzung gemacht, Sie in allen Aspekten Ihrer Erkrankung oder Verletzung optimal zu versorgen.

Für die chirurgische Behandlung bedeutet dies eine Kompetenz für alle der Beteiligten Strukturen. Angepasst an deren Größe benötigen wir spezielle Instrumente, eigene Implantate und nicht zuletzt eine optische Unterstützung durch Lupenbrille und Operationsmikroskop.

Während einige Erkrankung der Hand langsam über Jahre entwickeln führen Verletzungen oft zu einer dringlichen Notfallsituation. Für diese Situation ist eine zusätzliche Infrastruktur für eine sehr zeitnahe Versorgung notwendig.

Zuletzt ist die Wiederherstellung mit der Akutbehandlung noch lange nicht abgeschlossen. Nach deren Abschluss steht die chirurgische Nachversorgung und die funktionelle Rehabilitation. In vielen Fällen kommt die Anpassung an den Arbeitsplatz hinzu.

Schwerpunkte des Leistungsspektrums

Vielfältige Erkrankungen der Hand

Eine Vielzahl chronisch entzündlicher oder degenerativer Erkrankungen betreffen die Strukturen der Hand. Häufige Erkrankungen betreffen das Nervensystem, das Handbindegewebe sowie Handgelenk und kleine Fingergelenke.

Häufige, sich an der Hand manifestierende Störung des Nervensystems ist das sogenannte Kompressionssyndrom der zur Hand führenden Nerven. Dabei werden die betroffenen Nerven in ihrem anatomischen Kanal durch eine Volumenzunahme der benachbarten Strukturen einem erhöhten Druck ausgesetzt. Das sogenannte Karpaltunnel-Syndrom entsteht durch eine Volumenzunahme der Beugesehnen in Höhe des Handgelenkes. Hierzu kommt es indirekt zu einem Druck des unmittelbar benachbart verlaufenden sogenannten Nervus medianus. Am Anfang der Erkrankung stehen besonders nächtlich auftretende Missempfindungen (Kribbeln) an Daumen, Zeige-und Mittelfinger. Im weiteren Verlauf entstehen eine Taubheit an den Betroffenen Fingerkuppen und eine Schwächung des Daumenballens. Ist die Diagnose gesichert, kann eine chirurgische Behandlung in den meisten Fällen zu einer Rückbildung der Beschwerden führen.

Andere Nervenkompressionssyndrome betreffen den Nervus ulnaris am Ellenbogen oder den sogenannten Nervus radialis am Unterarm. Auch hier stehen Symptome an der Hand ganz im Vordergrund.

Zur Diagnose eines Nervenkompressionssyndroms sind neben der körperlichen Untersuchung eine neurologische Untersuchung und eventuell auch eine Nervensonografie erforderlich. Diese erfolgt durch den Neurologen, die Entscheidung zu einer bestimmten Therapie in kollegialer Zusammenarbeit.

Bewegungsstörungen der Finger können durch Erkrankungen der Sehnenscheiden verursacht werden. Die zum fingerführenden Beugesehnen werden in einem Sehnenkanal durch Bandzüge geführt. Kommt es im Laufe der Lebensentwicklung zu einer leichten Größenzunahme der Sehne, entstehen Bewegungsstörungen, meist im Sinne einer Morgensteifigkeit oder ein schmerzhaften Überspringen des Fingers bei der Beugung. Der sogenannte Schnappfinger kann durch eine einfache chirurgische Maßnahme meist nachhaltig beseitigt werden.

Eine weitere Erkrankung des Bindegewebes tritt an den Handflächen und Beugeseiten der Finger sowie an den Fußsohlen auf. Bei der als Morbus Dupuytren bezeichneten Erkrankung entwickeln sich knotige Bindegewebsstränge im Unterhautgewebe. Äußerlich tasten sich diese wie vorspringende verkürzte Sehnen. Es handelt sich um eine genetische Erkrankung, deren Anlage in den Fingern von Geburt an vorhanden ist. Im Anfangsstadium ist keine chirurgische Therapie erforderlich. Im Krankheitsverlauf entwickelt sich eine Verkrümmung des betroffenen Fingers, der nicht mehr vollständig gestreckt werden kann. Eine chirurgische Behandlung kann in den meisten Fällen die Funktionsstörung größtenteils beseitigen.

Arthrosen an Handgelenk und Fingergelenke können verschiedene Ursachen haben. Infrage kommen Verletzungsfolgen, entzündliche (Rheuma) oder Stoffwechselerkrankungen (Gicht) oder auch Verletzungsfolgen. In den meisten Fällen sind jedoch die Arthrosen an Handgelenk und Fingergelenken anlagebedingt.

Eine Heilung eines arthrotisch veränderten Gelenkes ist medizinisch noch nicht möglich. Ist die Arthrose anlagebedingt, kann sie auch nicht gezielt vorgebeugt werden. Im Vordergrund stehen medizinische Maßnahmen zur Linderung arthrosebedingter Beschwerden. Hierzu existieren eine Reihe chirurgischer Möglichkeiten. Hierzu gehören die operative Entfernung arthrotisch betroffener Gelenkanteile (Arthroplastiken), ein vollständiger Gelenksersatz oder auch die Versteifung eines schmerzhaften Gelenkes. In manchen Fällen kann die isolierte Unterbrechung nur schmerzleitender Fasern zu einem Gelenk die Beschwerdesymptomatik deutlich lindern. Für die einzelnen Gelenke stehen daher ganz unterschiedliche Verfahren im Vordergrund. Am Daumensattelgelenk kann die operative Entfernung von Teilen der Gelenkfläche eine stabile Situation erzielen. Am Handgelenk steht die Unterbrechung schmerzleitender Nervenfasern oder auch eine teilweise oder vollständige Versteifung im Vordergrund. An den Fingergelenken ist sowohl eine Versteifung als auch ein Gelenksersatz möglich.

Tumorerkrankungen an der Hand sind in aller Regel gutartiger Natur. Häufig sind von der Gelenkinnenhaut ausgehende Zystenbildungen (Ganglion) oder auch vom Weichgewebe ausgehende gutartige Wucherungen beobachtet. Bösartige Tumoren stellen eine ausgesprochene Rarität dar. Gleichwohl sollte jede unklare Verdickung an der Hand einer definitiven Klärung und gegebenenfalls auch operativen Behandlung zugeführt werden. Fragen Sie Ihren Handchirurgen.

Weitere Informationen zu häufigen beim Handchirurgen behandelten Erkrankungen finden Sie unter der folgenden Liste:

Verletzungen und Erkrankungen des Handgelenks

Das Handgelenk bildet den friedlichen Übergang vom Unterarm zur Hand und ermöglicht eine Bewegung in allen Ebenen des Raumes. Zudem ist eine Drehbewegung zwischen Elle und Speiche und damit des Unterarmes möglich. Beteiligt daran ist das Drehgelenk zwischen Elle und Speiche, das Gelenk zwischen Elle, Speiche und den Handwurzelknochen und ein weiteres Gelenk zwischen den Handwurzelknochen.

Das Handgelenk überträgt sowohl grobe Kraft am Abstützen und Hantieren mit schweren Gegenständen. Bei feinmotorischen Tätigkeiten ist eine millimetergenaue Steuerung der Bewegungsabläufe erforderlich. An den Gelenken des Handgelenkes sind neben den bezeichneten Knochen eine als Puffer dienende Knorpelscheibe (Diskus triangularis), stabilisierende Bänder sowie die einen strahlenden Sehnenansätze beteiligt.

Verletzungen des Handgelenkes gehören zu den häufigsten Unfallverletzungen des Menschen. Beim Sturz auf die ausgestreckte Hand können sämtliche Strukturen der Hand beschädigt werden. Hierzu gehören Knochenbrüche an Speiche und Handwurzel, Bände Risse in der Hand sowie Schädigung des Gelenkknorpels und Diskus triangularis. Komplizierend kommt hinzu, dass bei vielen Verletzung mehrere dieser Strukturen beteiligt sein können.

Allein die Feststellung des Verletzungsmusters erfordert häufig neben der körperlichen Untersuchung verschiedene bildgebende Verfahren wie Röntgen, Kernspin und Computertomografie. In vielen Fällen ist die Diagnose erst durch eine zusätzliche Spiegelung des Handgelenkes (Arthroskopie) möglich.

Viele Handgelenksverletzungen können anfangs in ihrer Funktion kompensiert werden. Erst mit der Zeit entwickelt sich dann durch eine Störung der Mechanik eine allmähliche Handgelenksarthrose. Gerade in diesen Fällen ist es wichtig, das exakte Verletzungsausmaß frühzeitig festzustellen.

Ist eine Arthrose des Handgelenkes als Verletzungsfolge eingetreten können arthrosebedingter Beschwerden in vielen Fällen günstig beeinflusst werden.

Weitere Informationen zu den Verletzungen des Handgelenkes erhalten Sie unter der unten angegebenen Liste:

Unfälle und Verletzungen an der Hand

Die Hand ist der häufigste Verletzte Teil des menschlichen Körpers. Handverletzungen können durch stumpfe Gewalteinwirkung wie zum Beispiel beim Sturz auf die Hand auftreten. Scharfe Verletzung der Hautoberfläche können darunter gelegene funktionelle Strukturen betreffen. Diese liegen in anatomischer Hinsicht eng beieinander, sodass kombinierte Verletzungen von Sehnen, Nerven und Blutgefäßen beobachtet werden.

Nicht immer sind Handverletzungen leicht zu erkennen und zu diagnostizieren. Bei stumpfen Verletzungen wird die Funktionsstörung gelegentlich erst nach Stunden oder Tagen manifest. In seltenen Fällen kann eine Fraktur oder einen Bänderschaden erst nach Jahren zu funktioneller Beeinträchtigung führen. Auch bei penetrierenden Handverletzungen ist es gelegentlich schmerzbedingt schwierig, das Ausmaß der Schädigung anfangs vollständig festzustellen.

Die adäquate Behandlung verletzter Hände erfordert eine Vielzahl personeller, technischer und organisatorischer Voraussetzung. Offene Handverletzungen werden zeitnah chirurgisch behandelt. Bei geschlossenen Verletzungen steht zunächst die vollständige Abklärung, eventuell auch durch bildgebende Verfahren wie Röntgen und Kernspintomographie, im Vordergrund.

Die Verletzung von feinen Strukturen wie Nerven und Blutgefäßen erfordert dabei die Anwendung mikrochirurgische Techniken, hierzu einer besonderen Ausbildung und Instrumentation. Und die Verwendung des Operationsmikroskops.

Zur Versorgung von Knochenbrüchen, Sehnen und Bänderläsion stehen speziell größenadaptierte Osteosynthesessysteme sowie entsprechendes Nahtmaterial zur Verfügung.

Zuletzt ist im Anschluss an die chirurgische Behandlung eine dem Verletzungsmuster und ihre Versorgung angepasste physiotherapeutische Nachbehandlung notwendig. Diese beginnt in vielen Fällen bereits unmittelbar im Anschluss an die Verletzung und muss den Möglichkeiten der Verletzung und ihrer chirurgischen Versorgung angepasst sein.

Im Zusammenspiel sämtlicher Komponenten der Behandlung kann so ein optimales Ergebnis erzielt werden.

Weitere Fachinformationen zu den Verletzungsformen und ihrer Behandlung erhalten Sie unter folgender Liste:

Besonderheiten in der Behandlung von Hand und Handgelenk

Für die Behandlung Ihrer Erkrankung oder Ihrer Verletzung an der Hand haben wir ganz verschiedene Wege eingerichtet:

Frische Handverletzung

Bei einer frischen Handverletzung erfolgt die erste Untersuchung und Beurteilung in der Notaufnahme des Krankenhauses. Der hier tätige chirurgische Kollege untersucht Sie, stellt eine Verdachtsdiagnose und zieht den Handchirurgen hinzu. Umschriebene Verletzungen können in der Notaufnahme unmittelbar versorgt werden. Ist eine operative Behandlung notwendig und dringlich durchzuführen kann diese im hierzu bestehenden Zeitfenster unmittelbar durchgeführt werden.

Bei ausgedehnten Verletzungen ist eine stationäre Behandlung möglich, nach kleineren Eingriffen können Sie das Krankenhaus unmittelbar wieder verlassen.

Länger zurückliegende Verletzung oder chronische Erkrankung

Bei länger zurückliegenden Verletzungen und chronischen Handerkrankungen ist eine genaue Klärung erforderlich. Die Untersuchung wird in der Handsprechstunde durchgeführt. In der Regel erfolgt hier zu einer Einweisung durch Ihren Hausarzt oder Orthopäden. In der Handsprechstunde werden sie untersucht, falls notwendig, werden weitere Untersuchungen veranlasst. Hierzu gehören bildgebende Verfahren wie Röntgen, Computertomografie und Kernspintomografie. Gelegentlich müssen weitere Ärzte hinzugezogen werden wie zum Beispiel aus der Neurologie oder der Rheumatologie.

Diagnose und Therapie

Nach der Untersuchung in der Sprechstunde wird eine Diagnose gestellt und Behandlungsmöglichkeiten dargelegt. Ob eine konservative oder operative Behandlung durchzuführen ist oder ob diese durch Ihren einweisenden Arzt oder in unserer Sprechstunde erfolgen soll, ist vom Einzelfall abhängig.

Ist eine Operation angezeigt, so kann diese sowohl ambulant als auch stationär durchgeführt werden.

Unmittelbar im Anschluss an eine Operation betreuen wir Sie weiter in der Handsprechstunde. Eine Empfehlung zur notwendigen Rehabilitation und Nachbehandlung wird gegeben. Sofern die Nachsorge durch Ihren Chirurgen oder Orthopäden durchgeführt wird, stehen wir Ihnen auch im gesamten nachfolgenden Behandlungsverlauf immer für Rückfragen zur Verfügung.

Weitere Informationen zu Behandlung in unserem Hause finden Sie unter der folgenden Liste:

Handchirurgie

Ausgewählte Themen und Materialien

Ambulante Operationen

Auch ambulante Operationen finden in einem "richtigen" OP mit allen Sicherheitsstandards statt. Nach einem ambulanten Eingriff können Sie am Tag der Operation das Krankenhaus wieder verlassen. Viele Operationen an der Hand können ambulant durchgeführt werden. Dies gilt für alle Eingriffe, bei denen keine größeren Probleme nach der Operation zu erwarten sind. Alle ambulanten Operationen werden im Diakonieklinikum unter den gleichen hygienischen und Sicherheitstandards durchgeführt wie “große” Operationen unter stationären Bedingungen.

Viele Operationen an der Hand werden in örtlicher Betäubung durchgeführt. Auch Eingriffe unter Vollnarkose können ambulant durchgeführt werden. Im Anschluss an die Narkose ist eine Aufwachphase von einigen Stunden notwendig, die Sie in unserem ambulanten Operationszentrum unter Überwachung verbringen. Nach einer abschließenden Kontrolle durch den Operateur und den Narkosearzt kann das Krankenhaus wieder verlassen werden.

Nach der ambulanten Operation erhalten Sie spezielle Empfehlungen und auch geeignete Schmerzmedikamente. Hochlagerung der Hand und Kühlung erleichtern Beschwerden nach der Operation. Sofern doch irgendein Problem auftreten sollte, können Sie unter der Nummer des Diakonieklinikums (040) 79020 - 0 einen Arzt erreichen.

Am Tag nach der Operation wird ein Verbandwechsel durchgeführt, spätestens dann können alle Fragen zum Eingriff beantwortet und die weiteren Termine verabredet werden.

 

Stationäre Behandlung

Viele Operationen an der Hand können ambulant durchgeführt werden können. In bestimmten Situationen ist jedoch ein Krankenhausaufenthalt notwendig und sinnvoll. Dies gilt für größere Eingriffe, bei denen eine Überwachung nach der Operation notwendig ist. So können Schwellungszustände und ggf. Blutungen sowie andere Probleme nach der Operation sicher beurteilt und zeitgerecht behandelt werden.

Gelegentlich sind nach der Operation intravenöse Infusionen und intravenöse Medikamentengaben sowie Antibiotika über einige Tage notwendig. Auch eine mehrfach täglich notwendige Krankengymnastik und Handtherapie nach Eingriffen wie einer Sehnen- oder Gelenklösung erfordert einen stationären Aufenthalt.

Eine nicht gesicherte häusliche Versorgung oder andere Erkrankungen, die mit der Handoperation in keinem unmittelbaren Zusammenhang stehen, können ebenfalls Anlass für einen stationären Aufenthalt sein. Hierzu gehören ein schwerer, instabiler Bluthochdruck, eine Zuckerkrankheit mit instabilen Werten oder eine Herzrhythmusstörung.

Wir freuen uns, Sie im Neubau des Diakonieklinikums in ausschließlich Ein- und Zweibettzimmern unterbringen zu können.

In jedem Fall sind wir bestrebt, den Aufenthalt so kurz wie unbedingt notwendig zu halten!

 

Gips und Schienen

Nach Verletzungen und Operationen an der Hand steht in der Nachbehandlung die frühe Bewegung an erster Stelle. Trotzdem ist gelegentlich eine vorübergehende Ruhigstellung zur Sicherung des Operationserfolges notwendig. In erster Linie gehören hierzu Gips- oder Kunststoffschienen, die unmittelbar nach operativen Eingriffen angelegt werden. Nervenfunktionsstörungen erfordern gelegentlich spezielle Lagerungsschienen zur Entlastung der Muskulatur, bis die Funktion allmählich wiederkehrt.

Bei eingetretenen Bewegungseinschränkungen aufgrund von narbigen Verklebungen oder geschrumpfter Gelenkkapsel kann eine Besserung der Beweglichkeit durch eine dauerhafte Dehnung mit einer sogenannten Quengelschiene erzielt werden.

Gipsverbände und Kunststoffschienen aus thermoplastischem Material werden von uns selbst angefertigt. Bestimmte Schienenanordnungen werden nach unseren Vorgaben von Orthopädiemechanikern gefertigt.

 

Handtherapie

Nach Verletzungen und Operationen der Hand ist die Nachbehandlung häufig ebenso wichtig wie die Operation selbst. Mit der Physiotherapie werden die Gelenke mobilisiert, die passive und aktive Beweglichkeit gefördert. Narben können aufgelockert und abgehärtet werden. Die Ergotherapie dient dem Training der Funktion und Kraft sowie dem Wiedererlernen von Bewegungsabläufen.

Das physiotherapeutische Team der handchirurgischen Abteilung des Diakonie-Klinikums besteht aus zwei ausgebildeten und speziell mit den Problemen der Hand bzw. der gesamten oberen Extremität erfahrenen und hierauf spezialisierten Physiotherapeutinnen.

Hinzu kommt eine Ergotherapeutin, die sowohl die Schienenversorgung als auch die funktionelle Nachbetreuung vornimmt. Damit können alle Operations- und Verletzungsfolgen optimal nachbehandelt werden.

Häufig beginnt die Behandlung bereits während des stationären Aufenthalts und wird dann bis zum Abschlss der Heilung „aus einer Hand” fortgesetzt. Nach der Entlassung kann die Therapie ambulant weiter fortgesetzt werden.

In speziellen Fällen, wie bei schweren Bewegungseinschränkungen ist auch eine stationäre Behandlung mit mehrmals täglich durchgeführter Therapie möglich.

Infektionen der Hand

In der jüngeren Vergangenheit wurde gehäuft über schwere bakterielle Infektionen berichtet die im Zuge einer meist operativen Behandlung im Krankenhaus erworben wurden. Es resultierten langjährige und schwere Krankheitsverläufe mit teilweise erheblichen gesundheitlichen Folgen.

Wie entsteht eine solche Krankenhausinfektion?

Verantwortlich für jede Infektion ein spezielle Bakterienstamm. Jeder einzelne Bakterienstamm besitzt ganz spezielle biologische Eigenschaften.

Eine wichtige Eigenschaft ist die Aggressivität der Keime (Virulenz). Eine weitere wesentliche Bakterieneigenschaft ist Ihre Sensibilität gegenüber der Behandlung mit Antibiotika. Bakterien besitzen die Fähigkeit, gegen die verwendeten Antibiotika eine Resistenz aufzubauen. In der Regel betreffen diese Resistenzen nur bestimmte Antibiotika. Unter länger dauernder Behandlung mit Antibiotika können sich Resistenzen gegen diese Substanzen entwickeln. Man bezeichnet diese Keime dann als multiresistent.

Einer der häufigsten vorkommenden und zu schweren Infektionen führender Keim ist der so genannte Staphylokokkus aureus. Gegen diesen Keim werden spezielle Antibiotika verwendet. Zu den am stärksten wirksamen Substanzen gehört das Methicyclin. Ist der Keim gegen diese Substanz resistent bezeichnet man ihn als methicyclinresistenten Staphylokokkus aureus, in der Kurzform als „MRSA“ bezeichnet.

In welchen Situationen kommt es zur Infektionen mit einem multiresistenten Keim (MRSA)? Die Gefahr besteht immer dann, wenn eine besondere Anfälligkeit für eine solche Infektion vorliegt. Besonders betroffen sind abwehrgeschwächte Menschen mit chronischen Erkrankungen. Ist in solcher Situation ein lang dauernder Krankenhausaufenthalt erforderlich kann es zu einer Infektion mit einem solchen resistenten Keim kommen.

Inzwischen sind die Umstände die zur Verbreitung von Krankenhausinfektionen führen gut bekannt. Umfangreiche Vorbeugungsmaßnahmen werden in den Krankenhäusern realisiert. Hierzu gehören ein so genanntes Screening der Patienten um Träger solcher krankmachenden Keime zu identifizieren und aufwendige hygienische Maßnahmen. Nicht zuletzt soll eine rationelle Antibiotikatherapie Therapie die Entwicklung solcher Resistenzen vorbeugen.

Das Risiko, bei einer Handoperation eine bakterielle Infektion zu erwerben ist kleiner als bei Operation an anderen Körperregionen. Noch einmal deutlich geringer ist das Risiko, dass es zu einer Infektion mit einem solchen multiresistenten Keim kommt. Ursächlich hierfür sind die sehr kurzen Verweilzeit im Krankenhaus und die angemeldeten aufwändigen hygienischen Vorsorgemaßnahmen. Hierdurch konnte in der Abteilung für Hand und Fußchirurgie im vergangenen Jahr keine in neu erworbene Infektion mit Krankenhaus kann dokumentiert werden.

Dies soll nicht in falscher Sicherheit wiegen. Die Gefahr der Entstehung einer solchen Infektion ist nie mit letzter Sicherheit vollständig auszuschließen.

Fragen Sie uns!

Röntgen, Computertomografie und Kernspintomografie

Die meisten Röntgenaufnahmen des Armes und der Hand können unmittelbar während des Sprechstundenbesuchs oder stationären Aufenthaltes in unserer Röntgenabteilung angefertigt werden. Hierzu gehören auch alle speziellen Einstellungen an Hand.

Bei bestimmten Verletzungen sind weitergehende Untersuchungen wie Computertomografie (CT) oder eine Kernspintomografie (MRT) notwendig.

Mit einer Computertomografie (CT) wird die Hand geröntgt und rechnerisch in kleinen “Scheiben” abgebildet, die dann getrennt betrachtet werden. Sie dient zur Feststellung von Knochenbrüchen, deren Verlauf dann exakt beurteilt werden kann. Die Computertomografie ist das beste Verfahren zur Darstellung der Knochenfeinstruktur.

Die Kernspintomografie (MRT) ermöglicht eine Darstellung aun Abbildung krankhafter Zustände aller übrigen Gewebe. Im Gegensatz zur Röntgenuntersuchung und Computertomografie, durch die fast ausschließlich Knochen abgebildet wird, sind bei der Kernspintomografie auch alle anderen Strukturen wie Sehnen, Bänder und Nerven sichtbar.

 

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Terminvereinbarung

Terminvereinbarung in der Handchirurgie

Montag bis Freitag 8:00 bis 16:00 Uhr:

T (040) 790 20 - 29 03

alle Versicherungformen (gesetzlich, privat, mit Zusatzversicherung, Selbstzahler)

Wünschen Sie eine Chefarztbehandlung, vereinbaren Sie bitte unter T (040) 790 20 - 24 01 einen Termin.

Bei gesetzlich versicherten Patienten erfolgt die Behandlung von

  • Erstdiagnose Karpaltunnel (HINWEIS: Die Diagnose muss von einem Neurologen festgestellt sein, damit wir tätig werden können)
  • Schnappfinger/Ringbandspaltung
  • Panaritium/Nagelbettentzündung
  • Tendovaginitis de Quervain
  • Mucoidzyste
  • Handgelenksdistorsion sowie
  • die postoperative Nachbehandlung unserer Patientinnen und Patienten

im Medizinischen Versorgungszentrum, direkt gegenüber vom Krankenhaus.

Einen Termin vereinbaren Sie bitte unter T (040) 790 20 - 24 80.

Rückrufservice

Sollen wir Sie zur Terminvereinbarung zurückrufen?

 
 
 
 
 
 
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