Fachspezifische Informationen

In diesem Abschnitt möchten wir Ihnen einige Informationen aus unserem Fachgebiet geben, die wir regelmäßig aktualisieren und variieren.

Uterus myomatosus

Gebärmuttermyome (Fachbegriff Uterus myomatosus) sind knotige Verdickungen der Gebärmuttermuskulatur, die sehr häufig vorkommen und praktisch immer harmlos sind. Wichtig ist zu wissen, dass über 50 % aller Frauen über 40 Jahre Myome aufweisen, so dass man die Myombildung eigentlich nicht als Krankheit bezeichnen sollte. Eine Behandlungsindikation, z. B. die Notwendigkeit einer Operation, besteht grundsätzlich nur dann, wenn Myome eindeutige Beschwerden verursachen. Dieses können Blutungsstörungen oder aber auch Schmerzen sein, wenn die Myome sehr groß sind oder eine ungünstige Lokalisation aufweisen. Grundsätzlich kann man fast immer, wenn eine Operation notwendig wird, die Gebärmutter erhalten und nur die Myome entfernen (organerhaltende Operation). Manchmal ist auch die Entfernung eines Teils der Gebärmutter (z. B. die Entfernung des Gebärmutterkörpers unter Erhalt des Gebärmutterhalses, die sogenannte suprazervikale Hysterektomie) sinnvoll. Wir führen diese Operation fast immer minimalinvasiv, d. h. auf laparoskopischem Wege (Bauchspiegelung) durch. Dementsprechend sind der Krankenhausaufenthalt nur ganz kurz und die postoperativen Beschwerden relativ gering. Gerne stehen wir Ihnen zur Beratung oder auch zur Einholung einer Zweitmeinung in unserer Myomsprechstunde zur Verfügung.

Endometriose

Unter Endometriose versteht man das Auftreten von versprengten Gebärmutterschleimhautinseln außerhalb der Gebärmutterhöhle. Dieses ist ähnlich wie die Gebärmuttermyome (Uterus myomatosus) eine häufige Erscheinung. Manchmal werden diese versprengten Gebärmutterinseln nur zufällig bei einem operativen Eingriff, z. B. im Bereich des Bauchfelles (Peritoneum), festgestellt und haben keine Bedeutung. Es gibt aber auch ausgeprägte Formen einer Endometriose, die gesundheitliche Folgen haben, die von der Unfruchtbarkeit bis zu erheblichen Beschwerden reichen können. Bei einer notwendigen Therapie kommen sowohl medikamentöse als auch operative Maßnahmen in Betracht.

Ästhetische Operationen

Innerhalb unseres breiten Operationsspektrums bieten wir auch ästhetische Operationen an, insbesondere im Bereich der Brust (Brustvergrößerung oder Brustverkleinerung). Wir betreuen Sie hierbei kooperativ zusammen mit unserer Klinik für Plastische Chirurgie und stehen Ihnen in beiden Abteilungen für ein kompetentes Beratungsgespräch zur Verfügung. Wichtig ist, dass in den meisten Fällen die Kosten für ästhetische Operationen nicht von der Krankenkasse übernommen werden (Selbstzahlerprinzip).

Brustzentrum

Brustkrebs ist mit großem Abstand die häufigste Krebserkrankung weltweit, so auch in Deutschland mit über 70.000 Neuerkrankungen pro Jahr. Gleichzeitig gehört das Mammakarzinom jedoch erfreulicherweise zu den fast immer heilbaren Krebserkrankungen: bei Früherkennung aus heutigen Sicht in fast 90 % aller Fälle. Deswegen halten wir auch eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung für ganz entscheidend. Wenn ein Brusttumor festgestellt wird, sollte möglichst die Therapie in einem von der deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Brustzentrum erfolgen, weil sich hierdurch nachweislich die Heilungschance der Patientin erhöht. weiterlesen

Gynäkologisches Tumorzentrum

Wir behandeln in unserem gynäkologischen Tumorzentrum alle Tumorerkrankungen des weiblichen Genitaltraktes. Hierzu gehören der Gebärmutterschleimhautkrebs (Endometriumkarzinom), der Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom), der Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) sowie das Vulva- und Vaginalkarzinom (Krebs im Bereich der Schamlippen und der Scheide). Auch für seltene Tumorarten wie Sarkome oder schwangerschaftsbedingte Tumorerkrankungen sind wir zuständig. Unsere Therapievorschläge werden stets gemeinschaftlich im Rahmen unserer Tumorkonferenzen beschlossen, in denen sämtliche für die Erkrankung notwendigen medizinischen Fachdisziplinen vertreten sind. Unsere Medizin und unsere Abläufe werden jährlich von der deutschen Krebsgesellschaft im Rahmen eines Rezertifizierungsaudits überprüft. weiterlesen