Kontakt
AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM HAMBURG
Seelsorge

Leitung
Rosemarie Bormann

Hohe Weide 17
20259 Hamburg

(040) 7 90 20 - 12 20

(040) 7 90 20 - 10 09

rosemarie.bormann@d-k-h.de

Ihre Ansprechpartnerin
Rosemarie Bormann

Rosemarie Bormann

Leitung

Seelsorge

Seelsorgerliche Unterstützung

Wer Krankheit, Diagnose und Behandlung erlebt, dem gehen oft viele Gedanken, Sorgen und Fragen durch den Kopf. Manchmal tut es gut, mit jemandem darüber zu sprechen. Die haupt- und ehrenamtlichen Seelsorger im AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM HAMBURG sind dafür ausgebildet, gut zuzuhören. Sie begleiten und stärken durch Gespräche und gemeinsame Gebete.

Unsere Seelsorger stehen auch Angehörigen oder Freunden eines Patienten zur Verfügung. Dieses Angebot gilt unabhängig davon, welcher Religion oder Kultur der Gesprächspartner angehört.

Im seelsorgerlichen Gespräch hat vieles Raum:

  • Ihre Spiritualität
  • Beziehungen zu Menschen
  • Ihre Hoffnungen und Ängste
  • persönliche Glaubensfragen oder -zweifel 

Wenn Sie Kontakt oder Begleitung wünschen, erreichen Sie uns über die Mitarbeiter auf der Station.

Termine für Andachten und Gottesdienste sowie weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserem Patientengruß, den die ehrenamtlichen „Grünen Damen und Herren“ auf den Stationen verteilen.

Menschen und Gedanken
Unsere Angebote

Andachten sind ein Ort der Stille und Besinnung im Krankenhausbetrieb. Patienten und Angehörigen bieten sie in schweren Situationen Worte des Trostes und der Stärkung.

Jeden Mittwochnachmittag findet um 16:00 Uhr im „Raum der Stille“ (Erdgeschoss) eine Patientenandacht statt. Ein paar Gedanken zum Tag, Lieder, ein Gebet und gemeinsame Stille – der Ablauf ist bewusst kurz gehalten: Ein geistlicher Impuls, der Sie vielleicht tröstet und Ihnen Kraft gibt. Mehrere Mitarbeiter der Klinik gestalten die Kurzbesinnung im Wechsel. Auch ehrenamtliches Engagement trägt zu einem guten Verlauf der Andacht bei: Eine „Grüne Dame“ holt auf Wunsch Patienten von der Station ab und begleitet sie ins Erdgeschoss. Die Orgel- und Flötenstücke wurden eigens für die Andachten im DKH von einem Musikerteam der Evangelisch-methodistischen Gemeinde Hamm aufgezeichnet.

Dreimal im Jahr findet im Raum der Stille eine Gedenkandacht für Angehörige von verstorbenen Patienten statt. Die Einladung zu dieser Andacht versenden wir gemeinsam mit unserem Kondolenzschreiben. In feierlicher Atmosphäre gedenken wir der Verstorbenen und verlesen ihre Namen. Wer mag, ist anschließend zum Kaffee oder Tee eingeladen. Dort steht neben der Seelsorge auch Ulrike Wohlgemuth zum Gespräch zur Verfügung. Die Koordinatorin des Ambulanten Hospizdienstes Alten Eichen lädt alle Gäste in ihr monatliches Trauercafe ein. 

Am zweiten Sonntag im November gedenken wir in der Auferstehungskirche Alten Eichen (Stellingen) aller in unserer Palliativarbeit verstorbener Patienten.   

Gottesdienste bieten wir zu kirchlichen Feiertagen wie Ostersonntag und Heiligabend an. In der Passionszeit gestalten wir gemeinsam mit den benachbarten Kirchengemeinden eine ökumenische Andachtsreihe.  

Die spirituelle Begleitung von Menschen verstehen wir als wichtigen Baustein für eine exzellente Behandlung und Pflege. In jeder unserer Einrichtungen stehen daher hauptamtliche Seelsorgende für das seelische Wohl von Patienten und Bewohnern zur Verfügung.

Unsere Patientinnen und Patienten teilen ihren Gesprächswunsch bitte der Pflegekraft mit. Angehörige können gerne telefonisch Kontakt aufnehmen.

Zusätzlich werden Gottesdienste und sakrale Räume für Andachten, Besinnung und Abschied angeboten.

Die christliche Tradition hat vielfältige Rituale entwickelt, die Betroffenen den Umgang mit belastenden Lebenssituation Halt und Kraft schenken können. Oft bieten sie auch einen Raum, Dankbarkeit oder Unverarbeitetes vor Gott zu bringen.

Wir bieten Ihnen an:

  • Begegnung und Spiritualität
  • Gebet und Segen
  • Gottesdienste und Andachten
  • Abendmahl und Beichte
  • Krankensalbung
  • Besonderer Willkommensgruß der Neugeborenen und ihrer Familien
  • Feier mit Segnung eines Neugeborenen
  • Verabschiedung und Aussegnung im Todesfall
  • Gedenkgottesdienste für Angehörige im Krankenhaus verstorbener Menschen

Der Raum der Stille steht jedem Patienten, Besucher und Mitarbeiter Tag und Nacht offen: Hier ist in der Geschäftigkeit und Funktionalität des Krankenhauses ein Ort, zur Ruhe zu kommen, persönlich innezuhalten, zu verweilen, zu beten.

Hier laden wir an jedem Mittwoch um 16:00 Uhr herzlich zu einer Andacht ein. Im Raum der Stille finden auch die Gottesdienste zu den Festtagen statt. Regelmäßig feiern wir hier Gedenkandachten für alle, die in unserem Haus einen Angehörigen verloren haben. Und für frisch gebackene Eltern und ihre Neugeborenen ist in diesem Raum Platz für eine feierliche Segnung im Kreis von Familie und Freunden.

Im Raum liegt auch ein Gästebuch bereit, für die Gedanken der Besucher, für Sorgen, Zweifel, Dank und Lob. Eine Besonderheit ist unsere „Gebetswand“ direkt am Fenster: Viele Patienten Angehörige und Mitarbeiter schreiben ihre Ängste und Wünsche auf einen Zettel und legen diese  in die Gebetswand hinein. Zweimal im Monat beten Mitarbeitende für diese Gebetsanliegen.

Am Eingang des Raums befindet sich eine Schale mit Segenswünschen und anderen guten Worten, gestaltet als bunte Lesezeichen – zur Mitnahme für sich selbst oder zum Verschenken.

Übrigens: Das Büro der Krankenhaus-Seelsorge befindet sich direkt neben dem Raum der Stille.

Nicht alle Herausforderungen können im Krankenhaus abschließend bewältigt werden. Bitte wenden Sie sich bei Bedarf gerne an die verschiedenen Angebote für Menschen in besonderen Lebenssituationen.

  • Telefonseelsorge
  • Verein Verwaiste Eltern
  • Trauercafé
  • örtliche Kirchengemeinden

Eine gute Übersicht über zahlreiche Angebote auch in Ihrer Nähe erhalten Sie auf der Homepage der Diakonie Hamburg.

Ausgewählte Themen

Einladung zur Neugeborenensegnung

Neugeborene werden bei uns auf eine besondere Art willkommen geheißen: Mit einem Paar Babyschühchen, handgearbeitet von mehr als 40 engagierten "Stricklieseln". 

Dreimal jährlich treffen sie sich im AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM HAMBURG, um die Handarbeiten zusammenzutragen und als Geschenk hübsch einzupacken.

Darin enthalten: Die Einladung zu einer Segnung des Neugeborenen durch eine der Seelsorgerinnen. Auch weitere Familienmitglieder und Freunde sind herzlich zu dieser kleinen Feier eingeladen.

Die Segnung ersetzt natürlich nicht die Taufe in der eigenen Gemeinde. Aber es ist ein bewegender Moment für alle Beteiligten, wenn dem Kind, den Eltern und Geschwistern so kurz nach der Geburt Gottes Segen zugesprochen wird.

Gern können Sie sich an der Gestaltung der Segensfeier beteiligen, zum Beispiel mit Texten oder Liedern. Sprechen Sie uns an!

Auch neue Strickerinnen sind bei uns herzlich willkommen.

Seelsorge im Ehrenamt

In unserer Klinik arbeitet ein Team ehrenamtlicher Seelsorgerinnen und Seelsorger. Zwei von ihnen sind Axel Boeck und Marisa Hellmuth-Geisenhof. Sie haben eine Ausbildung in ehrenamtlicher Seelsorge absolviert und schildern, was ihnen an ihrem Ehrenamt gefällt.

Welche schönen Situationen haben Sie erlebt?
Hellmuth-Geisenhof: Viele Patienten sind alt und krank und lieben das Leben so sehr, dass sie alles daran setzen, um wieder nach Hause zu kommen. Und dabei eine unglaubliche Energie an den Tag legen.
Boeck: In einer ruhigen Minute im Raum der Stille sprach mich eine mir bis dahin unbekannte Patientin an und schenkte mir sogleich großes Vertrauen. Sie hatte lediglich die Information von meinem Namensschild: ,,ehrenamtlicher Krankhausseelsorger“.

Wie gehen Sie damit um, wenn die Menschen traurig sind?
Hellmuth-Geisenhof: Ich versuche, der Traurigkeit Raum zu geben. Und im Gespräch mit den Menschen zu entdecken, was für Schönes sie in ihrem Leben haben: Manchmal ist das der Hund, der Enkel, manchmal sind das Erinnerungen.
Boeck: Manche Menschen versuche ich zu unterstützen, indem ich sie auf Stärken hinweise, die ich wahrgenommen habe. Manchen stehe ich in ihrer Trauer bei.



Wie würden Sie Seelsorge definieren? 
Boeck:
 Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken. Der Seelsorger muss zuhören können. Und dem anderen Raum geben für seine Gefühle.
Hellmuth-Geisenhof: Hier kann der Patient alles loswerden. Kann klagen und weinen. Ja, und Seelsorge ist für mich ein heiliger Raum. Ich bete auch für die Patienten – oder mit ihnen, wenn sie das möchten. Wie läuft die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern auf Station? Beide: Durchweg angenehm und entspannt. 


Was gefällt Ihnen speziell an unserer Klinik?
Hellmuth-Geisenhof: Ich treffe hier auf die verschiedensten Menschen jeder Kultur und Herkunft, und das macht die Seelsorge interessant.
Boeck: Diese Klinik ist wie der Stadtteil - lebendig und vielfältig.