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Wächterlymphknoten-Verfahren erspart Patientinnen unnötige Eingriffe - Vortrag am 23.03.2010
Brustkrebsselbsthilfe und zertifiziertes Brustzentrum des Diakonie-Klinikums Hamburg laden zum Vortrag ein
Eine Prognose über die Chancen auf Heilung von Brustkrebs ist davon abhängig, ob und wie stark die Lymphknoten in der Achselhöhle von Krebszellen befallen sind. Daher entnimmt der Operateur während der klassischen Operationsverfahren mindestens zehn Lymphknoten aus der Achselhöhle der Patientin. Doch das muss nicht sein.
Denn das Wächterlymphknoten-Verfahren macht sich zunutze, dass die Krebszellen die Lymph-knoten in der betroffenen Achselhöhle nicht gleichzeitig, sondern in einer Bahn nacheinander befallen. Der zuerst befallene Knoten ist der Wächterlymphknoten - auch Sentinel-Lymphknoten (vom englischen Wort „sentinel“ = Wächter) genannt -, der nuklearmedizinisch identifiziert und danach entnommen und untersucht wird. Nur wenn er Tumorzellen enthält, werden die anderen Lymphknoten im Achselbereich entfernt. Enthält er keine Tumorzellen, kann auf die Entfernung der übrigen Lymphknoten verzichtet werden. Dieses Vorgehen erspart Patientinnen unnötige Eingriffe.
Über dieses und andere neue Verfahren bei Brustkrebs informiert Prof. Dr. med. Christoph Lindner, Ärztlicher Direktor und Chefarzt des Brustzentrums im Diakonie-Klinikum Hamburg in einem Vortrag mit dem Titel „Wächterlymphknoten bei Brustkrebs und sonstige neue Entwicklungen“ am
Dienstag, 23. März 2010, 19:00 bis 21:00 Uhr im Diakonie-Klinikum Hamburg, Krankenhaus Elim Hohe Weide 17, Hamburg-Eimsbüttel
Der Vortrag findet statt im Rahmen der Reihe „Was Frauen über Brustkrebs wissen müssen“. Den Abend veranstalten Helga Brietzke, Leiterin der Brustkrebsselbsthilfe, und Prof. Dr. med. Christoph Lindner, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Frauenklinik im Diakonie-Klinikum Hamburg. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.
Das Brustzentrum des Diakonie-Klinikums Hamburg ist von der Deutschen Krebsgesellschaft nach strengen Vorgaben offiziell zertifiziert und wird jährlich überprüft. Der Leiter des Brustzentrums, Prof. Dr. med. Christoph Lindner, ist seit 2003 Auditor der Deutschen Krebsgesellschaft und akkreditierter Fachexperte für Brustkrebs und Gynäkologische Onkologie.
Das Diakonie-Klinikum Hamburg bietet höchste medizinische und pflegerische Kompetenz auf dem neuesten wissenschaftlichen und technischen Stand. Als evangelisches Krankenhaus mit langer Tradition legt es großen Wert auf eine liebevolle und persönliche Versorgung und Pflege seiner Patienten. Das Krankenhaus arbeitet bis zum Bezug eines Neubaus Ende 2010 weiter an drei Standorten in Stellingen (Krankenhaus Alten Eichen), Eppendorf (Krankenhaus Bethanien) und Eimsbüttel (Krankenhaus Elim). Die Standorte haben im Jahr 2008 rund 17.800 Patienten vollstationär, rund 8.900 Patienten vor- oder nachstationär behandelt, sowie 4.800 ambulante Notfälle versorgt und 3.905 ambulante Operationen vorgenommen.
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