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Forschung
Als zertifiziertes Brustzentrum und Gynäkologisches Tumorzentrum haben wir die Möglichkeit und Verpflichtung, unseren Patientinnen Behandlungen im Rahmen von klinischen Studien anzubieten. Ziele einer klinischen Studie sind, bestehende Methoden in der Krankheitsbehandlung zu verbessern bzw. neue Erkenntnisse bei der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen zu gewinnen.
Es bietet sich so für Sie als Patientin die Chance, unter streng kontrollierten Bedingungen fortschrittliche Behandlungen in Anspruch nehmen zu können. Vor Zulassung einer klinischen Studie und während der Durchführung erfolgt die genaue Überprüfung der Studie nach gesetzlichen und ethischen Vorgaben. Zusätzliche Sicherheit während der Studie wird durch einen speziellen Versicherungsschutz gewährleistet und es ist zulässig, jederzeit ohne Angabe von Gründen aus der Studie auszuscheiden.
Folgende Vorteile kann die Teilnahme an einer Studie unter anderem für Sie bieten:
- Höhere Heilungschancen oder weniger therapiebedingte Nebenwirkungen durch die Teilnahme an einem neuen Behandlungskonzept
- Die zusätzliche engmaschige Überwachung Ihres Gesundheitszustandes durch unsere Klinikärzte während der Studie und danach in Form von Kontrolluntersuchungen
- Die Mithilfe bei der Entwicklung neuer Therapiemöglichkeiten
Im Folgenden haben wir für Sie unsere derzeit offenen Studien mit einer kurzen Übersicht aufgelistet
Therapiestudien Brustkrebs
- präventiv
- adjuvant
- in der fortgeschrittenen oder metastasierten Situation
Therapiestudien Ductales carcinoma in situ (DCIS)
Therapiestudien Eierstockkrebs
Kontakt Studiensekretariat:
Study nurse Mirjam Ahrens
T (040) 490 66 - 793 (Montag-Mittwoch 08.00-16.00 Uhr)
mirjam.ahrensthisthis is not part of the email@ NOSPAMd-k-h.de
Studiensprechstunde: Jeden Dienstag 08.00-14.00 Uhr
Leitende Ärzte der Studiensprechstunde: Frau Dr. Julia Zeitz, Frau Dr. van der Most, Herr Dr. Stephan Heß
Therapiestudien Brustkrebs
- präventiv
REACT
Eine multizentrische, doppelblinde randomisierte Phase III-Studie zum Vergleich von Celecoxib (400 mg/die für 2 Jahre) versus Placebo bei Patientinnen mit primärem Mammakarzinom nach der Therapie (Operation, +/- Chemotherapie, +/- Bestrahlung)
Studienziel: Vergleich des krankheitsfreien Überlebens von Patientinnen mit primärem Mammakarzinom nach 2 Jahren adjuvanter Behandlung mit Celecoxib oder Placebo.
Hintergrund: Entzündungsprozesse können ein günstiges Milieu für das Fortschreiten bösartiger Erkrankungen darstellen. Durch die langfristige Einnahme entzündungshemmender Substanzen wie Celecoxib kann möglicherweise das Brustkrebs(rezidiv)-risiko gesenkt werden.
Link: www.germanbreastgroup.de/studien/adjuvant/react.html
- adjuvant
SUCCESS B
Eine multizentrische, prospektiv randomisierte Phase III Studie zum Vergleich der FEC-Doc-Chemotherapie versus FEC-Gemcitabine/Doc-Chemotherapie sowie einer biologischen Zieltherapie beim Her2/neu-positiven Mammakarzinom.
Studienziel: Vergleich der rezidivfreien Überlebenszeit nach Randomisierung von Patientinnen, die adjuvant 3 Zyklen Epirubicin-5-Fluorouracil-Cyclophosphamid(FEC)-Chemotherapie gefolgt von 3 Zyklen Docetaxel(D)-Chemotherapie versus 3 Zyklen Epirubicin-5-Fluorouracil-Cyclophosphamid(FEC)-Chemotherapie gefolgt von 3 Zyklen Gemcitabine-Docetaxel(DG)-Chemotherapie erhalten, jeweils gefolgt von einer leitliniengerechten Her2neu zielgerichteten Therapie mit Trastuzumab.
Hintergrund: Möglicherweise wird bei Tumoren mit Her2neu-Überexpression durch die Hinzunahme von Gemcitabine in der Kombinationschemotherapie die (rezidivfreie) Überlebenszeit verlängert.
Link: www.success-studie.de/b/study.htm
SUCCESS C
Eine multizentrische, prospektiv randomisierte Phase III Studie zum Vergleich der FEC-Doc-Chemotherapie versus der Doc-C-Chemotherapie sowie dem Einfluss einer Lebensstilintervention beim Her2/neu-negativen Mammakarzinom.
Studienziel: Vergleich der rezidivfreien Überlebenszeit nach Randomisierung von Patientinnen, die adjuvant 3 Zyklen Epirubicin-5-Fluorouracil-Cyclophosphamid(FEC) -Chemotherapie gefolgt von 3 Zyklen Docetaxel (D)-Chemotherapie versus 6 Zyklen Docetaxel-Cyclophosphamid (DC)-Chemotherapie erhalten, sowie der Vergleich der rezidivfreien Überlebenszeit nach Randomisierung bei Patientinnen die eine individualisierte Lebensstil-Intervention (mit moderater Gewichtssenkung) erhalten versus allgemeine Empfehlungen für einen gesunden Lebensstil.
Hintergrund: Patientinnen mit Tumoren, die keine Her2neu-Überexpression zeigen, profitieren weniger von einer Chemotherapie mit Anthrazyklinen (wie Epirubicin) als Patientinnen mit Her2neu-positivem Mammakarzinom. Durch Verzicht auf ein Anthrazyklin in der Chemotherapie bei Her2neu-negativen Patientinnen entfallen bei möglicherweise gleicher Wirksamkeit die anthrazyklinbedingten Nebenwirkungen (insbesondere die Kardiotoxizität). Desweiteren senkt bei vorbestehendem Übergewicht die Gewichtsreduktion sowie sportliche Betätigung das Rezidivrisiko für Brustkrebs.
Link: www.success-studie.de/c/study.htm
- in der fortgeschrittenen / metastasierten Situation
TABEA*
Eine randomisierte Phase III Studie zur Bestimmung der Effektivität von Taxanen und Bevacizumab +/- Capecitabin (TB vs. TXB) als Erstlinientherapie der Patientinnen mit Her2neu-negativem metastasierten Brustkrebs
Studienziel: Bestimmung des progressionsfreien Überlebens bei Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs nach einer Behandlung mit Taxan und Bevacizumab (TB) oder Taxan, Bevacizumab und Capecitabin (TXB)
Hintergrund: Möglicherweise wird bei dem Her2neu-negativen metastasierten Brustkrebs durch die Hinzunahme von Capecitabin in der Kombinationschemotherapie die (progressionsfreie) Überlebenszeit verlängert.
Link: www.germanbreastgroup.de/studie/palliativ/tabea.html
*in Kooperation mit der onkologischen Schwerpunktpraxis
Dres. Zeller / Verpoort / Wierecky
Ballindamm 3
20095 Hamburg
T (040) 357 177 70
http://www.verpoort-zeller.de
ACT Faster
Nicht-interventionelle Beobachtungsstudie zur Untersuchung der medizinischen Versorgung von postmenopausalen hormonrezeptorpositiven Patientinnen, die an einem fortgeschrittenen bzw. metastasierten Brustkrebs erkrankt sind und im Rahmen einer Anti-Hormontherapie entweder den Wirkstoff Fulvestrant (500 mg Faslodex) oder den Wirkstoff Exemestan erhalten (1st-, 2nd- oder 3rd-line Therapie, Therapieentscheidung durch den behandelnden Arzt).
Studienziel:
- Für alle Patientinnen: Erhebung von Daten zur Epidemiologie und Behandlung aus dem klinischen Alltag für postmenopausale Frauen mit hormonrezeptorpositivem fortgeschrittenen bzw. metastasierten Brustkrebs unter Therapie mit Faslodex oder Exemestan.
- Für Patientinnen unter Faslodex: Vergleich der Zeit bis zum Progress in Abhängigkeit von der Therapielinie (1st- versus 2nd- versus 3rd-line Therapie)
Hintergrund: Die Ergebnisse der Untersuchung (u.a. Wirksamkeit, Verträglichkeit, Lebensqualität und Behandlungskosten) sollen dabei helfen, die Therapie dieser Patientinnen zu erweitern oder zu verbessern.
Link: www.act-faster-programm.de
Therapiestudien Ductales carcinoma in situ (DCIS)
IBIS II (DCIS)
Internationale, randomisierte, doppelblinde, multizentrische Studie zur Untersuchung der Wirksamkeit von Tamoxifen und Anastrozol in der lokalen Kontrolle bzw. Prävention von kontralateralen Karzinomen bei Patientinnen mit hormonrezeptorpositivem Ductalem Carcinoma in situ (DCIS).
Entsprechend der Randomisierung werden fünf Jahre lang entweder einmal täglich zwei Tabletten 20 mg Tamoxifen + Anastrozol-Placebo oder 1 mg Anastrozol + Tamoxifen-Placebo eingenommen.
Studienziel: Ermittlung, ob Anastrozol mindestens die gleiche Wirksamkeit zeigt wie Tamoxifen in der lokalen Kontrolle und in der Prävention von kontralateralen Karzinomen bei Frauen, bei denen ein Hormonrezeptor positives DCIS lokal entfernt wurde sowie Vergleich der Nebenwirkungsprofile von Tamoxifen und Anastrozol.
Hintergrund: Anastrozol hat vermutlich in der o.g. Situation mindestens die gleiche Wirksamkeit wie Tamoxifen
Link: www.germanbreastgroup.de/studien/adjuvant/react.html
Therapiestudien Eierstockkrebs
- In der Rezidivsituation
AGO Ovar 2.15 Aurelia / MO22224*
Multizentrische, offene, randomisierte, zweiarmige Phase III Studie mit Bevacizumab plus Chemotherapie versus Chemotherapie als Monotherapie bei Patientinnen mit platin-resistentem epithelialen Ovarial-, Tuben- oder primären Peritonealkarzinom
Studienziel: Vergleich des progressionsfreien Überlebens von Patientinnen, die auf eine ausgewählte Mono-Chemotherapie oder eine ausgewählte Chemotherapie plus Bevacizumab randomisiert wurden
Hintergrund: Möglicherweise verlängert die Hinzunahme von Bevacizumab zur Chemotherapie das (progressionsfreie) Überleben.
www.ago-ovar.de/de/subgroup/2_1_0/offene_studien
*in Kooperation mit der onkologischen Schwerpunktpraxis
Dres. Zeller / Verpoort / Wierecky
Ballindamm 3
20095 Hamburg
T (040) 357 177 70
http://www.verpoort-zeller.de
Hauptkooperationspartner:
Internistische Onkologie:
Praxis Dres. Verpoort / Zeller / Wierecky / Müllerleile
Dr. med. Karl Verpoort
PD Dr. med. Wolfgang Zeller
Dr. med. Jan Wierecky
Dr. med. Ulrich Müllerleile
Ballindamm 3
20095 Hamburg
T (040) 357 177 70
F (040) 357 177 710
http://www.verpoort-zeller.de/
Weitere Kooperationspartner sind u.a.:
Hämatologisch-Onkologische Praxis Altona (HOPA)
Prof. Dr. med. Ulrich R. Kleeberg
Dr. med. Bernd Flath
Dr. med. Wiebke Hollburg
Dr. med. Claudia Wenzel
Struensee-Haus
Mörkenstr. 47
22767 Hamburg
T (040) 380 212 – 60/80/20
F (040) 380 212 – 69/29
http://www.hopa-hamburg.de/
Onkologische Schwerpunktpraxis Lerchenfeld
Dr. med. Klaus Becker
Dr. med. Birgit Luhn
Prof. Dr. med. D. K. Hossfeld
Lerchenfeld 14
22081 Hamburg
T (040) 227 180 – 0
F (040) 227 180 – 67
http://www.onkologie-lerchenfeld.de/
Onkologische Schwerpunktpraxis Eppendorf
Prof. Dr. med. Susanna Hegewisch-Becker
Dr. med. Michael Begemann
Eppendorfer Landstr. 42
20249 Hamburg
T (040) 460 20 01
F (040) 473 547
http://www.onkologie
Kontakt
AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM HAMBURG gGmbH
Chefarztsekretariat
Astrid Drossert / Monika Feltz
Hohe Weide 17
20259 Hamburg
T (040) 790 20 – 25 00 / - 25 01
F (040) 790 20 – 25 09
astrid.drossertthis is not part of the email@ NOSPAMd-k-h.de monika.feltzthis is not part of the email@ NOSPAMd-k-h.de
Ihr Ansprechpartner
Prof. Dr. med. Christoph Lindner
Chefarzt
Frauenklinik, Brustzentrum u. Gyn. Tumorzentrum

